12/27/2012

eigentlich sollte es keinen unterschied geben, aber am schlimmsten sind die freitag- und samstagabende. sie sind am schlimmsten, weil die einsamkeit dann am stärksten ist. man kann höchstens hoffen, dass da draußen eine andere person in einer ähnlichen lage ist, aber falls es sie gibt, wirst du sie nie kennenlernen, weil diese person, wie du, auch nie ausgeht. dir bleiben also nur deine gedanken, und deine gedanken sind lebende menschen in deinem hirn, die anrufen und wieder auflegen und herumlungern wie bewaffnete wachleute, die zufällig wunderschön sind. zwischen diesen gedanken überlegst du dir, was da draußen vorgeht. irgendwo am anderen ende der stadt gibt es gelächter und spaß und etwas, das freundlichkeit und liebe ähnelt. dort amüsieren sich menschen, die nicht auf die uhr schauen, die nicht schlafen wollen. wenn alle schlafen, fühlt man sich nicht einsam. doch zur zeit sind noch freunde und freundinnen da, verliebte menschen, die hellwach sind. sie hängen ab. sie hängen ab. sie hängen ab. sie treiben nichts sinnvolles, sie treiben es nur miteinander. freunde, freunde, freunde. traumtänzer. insiderscherze. niemand vermisst einen. wenn kein einziges anderes gehirn auf erden an einen denkt, existiert man dann überhaupt? alle haben angst vor dem alleinsein. man muss stark sein, wenn man allein daliegen und das aushalten kann.

Kommentare:

  1. Ui. Ziemlich wahr, was du da sagst. Hier ist auch ein einsamer Mensch. Der meine. Grabe mich auch gerade in meinen 4 Wänden ein, muss mich zwingen auch nur ansatzweise aufzustehen. Gedanken, die Karusell fahren und nicht zum Stillstand kommen. Gedanken die sich wiederholen und verstricken.
    Trauer, Wut, Hass.
    Niemand ist gern allein. Wer das sagt, der lügt.

    Alles Liebe. Du bist nicht allein!

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  2. Manchmal erfüllt uns eine Traurigkeit, gegen die wir nichts tun können. Uns wird bewusst, dass der magische Augenblick eines bestimmten Tages vorbei ist und wir ihn nicht ergriffen haben. Dann verbirgt das Leben seine Magie und seine schöpferische Kraft.
    Wir müssen auf das Kind hören, das wir einmal waren und das es immer noch in uns gibt. Dieses Kind erkennt die magischen Augenblicke. Wir können zwar sein Weinen ersticken, doch seine Stimme können wir nicht zum schweigen bringen.
    Dieses Kind, das wir einst waren, ist immer da.
    Wenn wir nicht aufs neue geboren werden, wenn wir das Leben nicht wieder mit der Unschuld und der Begeisterung der Kindheit betrachten können, hat das Leben keinen Sinn mehr.

    Wir sollten auf das hören, was das Kind uns sagt, das wir in unserer Brust tragen. Wir sollten nicht zulassen, dass es sich fürchtet, weil es allein ist und wir ihm fast nie zuhören.
    Wir sollten ihm die Zügel unseres Daseins überlassen. Wir sollten ihm Vergnügen bereiten-auch wenn dies bedeutet, dass wir anders handeln, als wir es gewohnt sind.
    Wenn wir auf das Kind hören, dass wir in der Seele tragen, werden unsere Augen wieder leuchten. Wenn wir den Kontakt zu diesem Kind nicht verlieren, verlieren wir auch nicht den Kontakt zum Leben.

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